„…Wir wollten doch mal alle zusammen Wegfliegen“

Wir sitzen im Bus, dass Navi zeigt 860km bis Dresden, die Sonne geht am Horizont unter. Vor mir fährt ein bis zum Dach bepackter T5, im Rückspiegel – ein ähnliches Bild. Leichter Muskelkater in den Schultern ist zu spüren, die Hände sind dick und die Handflächen weisen Abnutzungserscheinungen auf. Mit der Zunge kann ich das Salz im Gesicht noch schmecken, auf dem Beifahrersitz wird schnarchend mit der Scheibe gekuschelt…. Ein Duftschwall von nassem Neopren streift die Nase. 

Glücklich und zufrieden blicke ich zurück aufs Navi….noch 854km bis Dresden.9 Tage zuvor – Donnerstagabend in einer Dresdener Bar. Die wissenschaftliche Analyse der Windprognosen warf Tarifa und Dänemark in die engere Wahl unseres diesjährigen Herbstrips. Nach 3 stündiger Diskussion entschied die Münze „Zahl“- Check- Tarifa. Nach 5-maliger Eingabe diverser Kreditkarteninhaber hatten wir mit dem Ipad wenig Glück einen Flug zu buchen, da der Browser einfach anders wollte wie wir (Danke Apple!!). Weitere Münzwürfe von Stiffler rieten uns am Freitag ebenfalls vom sonnigen Glück ab. Zur gleichen Zeit stand der Piratenchef Keil schon im Getränkeladen vorm Bier und erhöhte den Druck auf die Mitreisenden (Wer weiß schon ob es in DK Bier wirklich gibt???). Am Abend wurde von Keil dann ein dekadentes Haus, mit Kamin, Sauna und Wlan direkt in den Dünen der dänischen Provinz Hvide Sande gebucht, sodass wir wenige Stunden vorher endlich wussten wo es hin geht.

Die ersten 3 Tage gab es Wind fürs 4er und 5er Segel aus SW bis SSW. Durch variiertes Spothopping erkundeten wir in der Zeit: Hvide Sande am Fjord (sehr böig bei SW) …..Skaven (perfekt) …..Henne (zu wenig Druck) ….wieder Skaven (erneut perfekt) ….Hvide Sande Nord (dicke Nordseeklopfer von allen Seiten)…Ringkobing (perfekt).
Den 4ten Tag verbrachten wir hawaiianisch am Strand, mit Lenkdrachen, SUP´s und Wellenreitern und Segeldemontierten Windsurfbrettern. Am 5ten Tag war ausruhen angesagt. Highlights des Tages – Ausflug in den lokalen Surfshop in Bork Havn sowie mäßig leckere dänische Baleys Torte. Der 6te Tag sollte wieder etwas windiger werden. Doch anscheinend haben wir das beim Skatturnier im Bus entweder durch den Regen oder das Standheizungsgebläse nicht mitbekommen. Der letzte Tag brachte dann noch mal Wind fürs 6er Segel und Sonne pur. So dass wir den Urlaub am Strand und im Wasser ausklingen ließen…

Es war eine wunderbare Zeit, mit tollen Surf und Strandtagen… aber einiges mehr wird in Erinnerung bleiben, die gesellige Zeit mit tollen Menschen, heißen Spielabenden,
diversen Saunagängen, Kochduellen (Bio vs. Pizza), ner Menge vernichteten Tuborg (+ IPA/Red Alé), Surfvideos, modischen Shirts, Tabakpfeifen, der gefühlten 36 Simpsonsfolgen, um den ewigen Diskussionen welches Brett das nächste von André wird…..

Viel Spaß mit den Bildern….

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