surFENDT in DK

Schon Tage im Vorfeld trudelten morgens auf dem Handy Nachrichten wie: „nur noch 4 mal schlafen, das wird so geil“ ein. Der Countdown des Wiedersehens verlängerte sich durch eine kleine Magenverstimmung von Kristof. Dennoch saßen wir, nach einer anstrengenden Tetris-Beladung, recht pünktlich am Tag 1 in unserem schon etwas in die Jahre gekommenen Fiat Ducato Fendt, und erzählten uns zur Einstimmung bei v-max 90 die King of Queens Wohnmobilfolge.

Nach der ersten Nacht bei strömendem Regen in Agger, öffnete ich das Rollo und genoss die aufgehende Sonne sowie die künstlerischen Bilder an der Scheibe. Frühstück kaufen in Vestervig, ab zum Spot Krik, zurück nach Vestervig (da wir die Eier vergessen hatten), wieder zurück nach Krik, Frühstück, Material riggen und mit 5er Segeln aufs Wasser. Da der Spot nur mit Grasfinne zu fahren ging, und nur 50% des Teams damit ausgestattet waren, beschlossen wir nach Klitmöller bei ner Kugel Eis im Surfshop eine Seegrasfinne zu besorgen. Den Abend genossen wir dann auf dem Weltcupgelände und begrüßten die international vertretene Prominenz.

Am Tag 3 sollte der Wind aus Südöstlicher Richtung wehen- nur nicht ganz da wo wir waren. Beim Frühstück zurück in Agger wurde uns traditionell die Entscheidung ob oder ob wir nicht nach Blavand fahren, per Münzwurf abgenommen. Leider bewegte sich auch in Blavand kein Strauch, sodass wir weitere gemeinsamte Hobbys wie Therme, Bier trinken und Fussball gucken ausübten.

Die Prognose für Tag 4 versprach viel, oben, also wieder zurück nach Agger. Beim Anblick des shorebreaks entschlossen wir uns lieber erst mal auf dem Fjord mit 3,7 und 4,0 auf Anschlag warm zu fahren- Seegrasfinne hatten ja jetzt alle. Als der Wind stark in Richtung unfahrbar aufdrehte, beschlossen wir uns das Geschehen beim Weltcup anzusehen. Nachdem wir bei strömendem Regen schräg von der Seite die Bretter einigermaßen auf dem Dach fixiert hatten und die 50 km nach Klitte zogen, stellten wir fest – Flaute beim Weltcup. Komisch aber Windgebiete sind manchmal klein.

Der Tag 5 wird uns lange in Erinnerung bleiben, wie an vielen anderen Tagen machten wir auch an diesen Tag wieder alles Richtig. Wir parkten gleich morgens 7:30 Uhr unser fahrbares polnisches Wohnzimmer in Klitmöller-Loge. “pretty nice waves“ stellten wir und später auch der Moderator fest. Nach ner Runde Worldcup gucken bei Sonnenaufgang, Frühstück mit Blick aufs Geschehen im Womo, und ner Fotosession mit 3 Simbawianern, riggten wir die 4er Segel. Danach versuchten wir an dem von uns entdecktem „geheimen Spot“, vorbei an den schlafenden Jetskipiloten, im Hintergrund der Worldcupper ne gute Figur abzuleisten. Mit etwas Kaka in der Buchse vor den reinrollenden Klopfern machten wir doch alles in allem ne gute Figur und zeigten Thomas Traversa, wo der Nachwuchs herkommt. Pünktlich zu den Finalheats nahmen wir den Platz in der Düne ein, heizten Philipp Köster mit Laola Wellen und Pfiffen an, sodass der motiviert ins Finale zog. Die beeindruckende Performance ließen wir anschließend bei nem Bier auf dem Womodach auf uns wirken, während Ady Beholz allein die Bucht rockte. Später rückten wir durstig zur Surferparty, die wir aufgrund von erhöhten Eintrittspreisen und nur mäßiger Musik links liegen ließen…es sollte an diesem Abend nicht sein- dazu aber später mehr.

WNW am Tag 6. Beim Frühstück in Klitte übten wir weiter an meinem Vorhaben von Kristof echten Berliner Dialekt zu lernen. Später parkte dann in Hanstholm ein HVL-Kennzeichen neben uns ein. Leider konnte ich die Jungs nur mäßig von meinen bisher gelernten Brocken begeistern, aber es ist auch schwierig- wann sagt man was- jemacht, janz und jar nicht, aber jeil – ist nicht hmm? Komisch! Sonne, Wind fürs 5er und später 4er Segel, Wellen die sich langsam formierten machten auch diesen Tag unvergesslich. Wir genossen Ihn bis zur letzten Minute, wo das herbstliche Licht die Küste in ein beeindruckendes Orange verwandelte.

Tag 7- Flaute und Sonne, super- wir brauchten eh ne Pause. Das Grinsen in unseren Gesichtern hielt bei Fish und Chips zur Siegerehrung an, und brachte uns auch nicht aus der Fassung als wir mitbekamen wie uns ein verwirrter 80 jähriger Däne ans Womo urinierte. Am Nachmittag gings dann mit Wellenreitern, auf der Suche nach den „am hohl brechendsten Wellen“, in die Bucht. Nachdem wir dann mal den Grill eingeweiht hatten, genossen wir den Tatort mit Eddy und Udo in Klitte.

Am Tag 8 gings direkt in das Bunkermuseum in Hanstholm und anschließend wieder zurück nach Blavand. Die Fahrt versüßten wir uns durch „Dachsurfing“ bei 60km/h auf dem Womo, sowie die langwierige Disskusion, mit welcher Geschäftsidee wir mit minimalem Aufwand an Arbeit in Klitte ein Büro eröffnen können. Nach Besuch im Surfshop, Therme und Pizza lagen wir im Womo und guckten Surfvideos von 1995. Motiviert durch einen Song drehte der abend ab, eine unvergessliche Speedparty mit Bierduschen und Heckenstagedive auf dem Campingplatz in Blavand folgte!

Am Tag 9 wehte der Wind aus SSO, nicht ganz, aber dennoch schön Onshore- genau das richtige für einen verkaterten Surftag. Auch das Wetter stabilisierte sich langsam wieder in Richtung Starkregen, sodass die Therme ein tolles Ziel nach diesem Surftag war. Nach mehrmaligen konversationsversuchen von diversen Campinggästen wie z.b: „Habt ihr gestern ne Party gehabt“ oder „ seid ihr nicht die die nackt über den Parkplatz laufen“ lehnten wir uns geehrt zurück in den Whirlpool und grinsten erneut.

Am Tag 10 sollte es wieder nach Deutschlang gehen. Nachdem wir ca. 150 Dosen Bier der letzten 5 Tage abgegeben hatten sprang unser Gefährt nicht mehr an. Der Ratlose ADAC konnte zum Glück wieder abbestellt werden, da Peter der Vermieter für solche Fälle ja das gelbe Kabel verlegt hatte. Ab jetzt verkomplizierte sich der Startvorgang. (3 mal glühen, Haube öffnen, Zündung an, Kabel an Batterie, Start). Den Nachmittag verbrachten wir mit ner Radtour durch Hamburg, Plattenladenbesuch, sowie einem leckeren essen mit der Lady.

Am Tag 11 sollte die deutsche Nordseeküste belüftet werden. Da in Skt. Peter kein Wasser zur Verfügung stand, machten wir uns auf dem Weg nach Meldorf. Bernd fühlte sich geschmeichelt als wir Ihn als „Sexy, braungebrannten Surflehrer“ begrüßten. Dann ging es zum Freeriden bei SSW mit 5er Segeln auf den See. Ab diesem Abend wurde die Handbremse immer doppelt angebrummt. Denn wir staunten nicht schlecht als wir samt dem kompletten Vehikels beim Beladen auf die Straße rollten.

Tag 12 begann zeitig mit einem Sonnenaufgang auf der Autobahn wieder zurück ins entspannte Dänemark. Sonnenfrühstück am Strand, Material riggen und aufs Wasser in Blavand. Relaxt blickten wir am Nachmittag auf einen tollen Surftag zurück und weihten die Campingstühle und weitere Assessors aus Amsterdam ein.

Am Tag 13 schleppten wir uns nach dem Frühstück an den Strand um da bei einem Bier Abschied vom Meer zu nehmen- Träne!. Am Abend ging es dann nach Brunsbüttel um da die dicken Pötte zu beobachten und bei einem Bier an der Elbmündung den Urlaub Revue passieren zu lassen.

Traurig, über das Ende eines tollen Urlaubes bleiben uns aber unzählige Eindrücke und Erinnerungen. Lkw-Races, Fliegende Fahrerwechsel auf der Autobahn, tolle Surftage, traumhafte Sonnenuntergänge und vieles mehr…Viel Spaß mit den Bildern sagen Kristof, Philipp und das Wohnmobil.

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9 Antworten auf surFENDT in DK

  1. Thomas sagt:

    Wirklich ein sehr schöner Blog! Weiter so!

    LG Thomasa

  2. Sonja sagt:

    Schöner Artikel wirklich toll geschrieben

    Gruß Sonsja

  3. Hussel sagt:

    WAS GEHT AAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAB !?

  4. & Flow sagt:

    WAS IST DER UNTERSCHIED ZWISCHEN EINER ENTE !?

  5. Hannes sagt:

    WHAZUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUP !?

  6. JUNGE sagt:

    Was los JUNGE !?

  7. Pingback: Cıvata

  8. So ein Wohnmobil ist schon was tolles! Passt da eigentlich auch eine Wohnlandschaft rein X) ?

    Gruß Sina

  9. Thomas sagt:

    Hey wann gibt es mal wieder neue Beiträge von euch?

    Greetz Thomas

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